Geschirrspülen? Ist ja ätzend!

Seit die die CLP-Verordnung (Classification, Labeling and Packaging oder Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung) europaweit gilt, finden wir immer weniger der orangefarbenen Warn- oder Gefahrensymbole auf z.B. Reinigungsmitteln oder Kosmetika. Eigentlich eine tolle Sache, suggeriert dies doch, die Produkte seien mittlerweile weniger gefährlich als noch vor einigen Jahren. Weit gefehlt!

Mit Inkrafttreten und Ablauf der Übergangsfrist zur Kennzeichnung von Gemischen nach CLP-Verordnung im Jahre 2015, kam die von Verbraucherschützern lang ersehnte, von der Industrie gefürchtete Verschärfung des Chemikalienrechts auf EU-Ebene.  Diese führte im Laufe der Jahre unter anderem dazu, dass selbst einige vormals völlig ungefährliche Wandfarben oder Geschirrspülmittel  unter CLP mit Gefahrenpiktogrammen versehen werden müssen. Somit wird das alltägliche Geschirrspülvergnügen in manchen Fällen plötzlich zur ätzenden oder zumindest reizenden Angelegenheit.

Was den Verbraucher freut (bezogen auf die gesetzlich erzwungene „ehrlichere“ Kennzeichnung), ärgert den Hersteller, ist er doch in einigen Fällen gezwungen Produkte umzuformulieren, will er diese weiterhin marktfähig halten und durch den Handel an gewerbliche und vor allem private Endverbraucher vertreiben.

Und auch die europäischen Händler trifft in diesem Zusammenhang die volle Härte des Gesetzes.
So sind Händler, die Gefahrstoffe vertreiben gezwungen, sowohl die korrekten Sicherheitsdatenblätter für jeden einzelnen Artikel bei den Lieferanten einzufordern als diese auch auf deren fachliche Korrektheit hin zu überprüfen. Bei der Sortimentsgröße eines durchschnittlichen DYI-Händlers kommen so schnell zig tausende Sicherheitsdatenblätter zusammen, die vom unternehmenseigenen Gefahrstoff-Experten geprüft werden müssen. Dass dies eine logistisch und auch oft auch fachlich nicht stemmbare Aufgabe für den Händler darstellt ist keine Frage sondern bittere Realität.

Zu dieser Tatsache gesellt sich verschärfend die am 31.05.2017 ablaufende Deadline zum Inkrafttreten der Verordnung 830/2015 (EU), die bestimmt, dass sämtliche gelagerte Altware die noch mit orangefarbenen Gefahrensymbolen und dazugehörigen Gefahrensätzen gekennzeichnet sind ab dem 01.06.2017 NICHT mehr an den Kunden abgegeben werden darf, sondern nach gültiger CLP-Verordnung umgelabelt oder vernichtet werden muss. Eine Umlabelung einzelner Gebinde dürfte sich vor dem Kostenhintergrund einer teuren Entsorgung durch Spezialunternehmen in den meisten Fällen lohnen.

Damit die Kunden der 1WorldSync HazMat Compliance Lösung dem Ablauf der Deadline entspannt entgegen blicken können, haben wir für unsere Kunden bereits frühzeitig begonnen, aktualisierte Sicherheitsdatenblätter gemäß neuester Verordnung 830/2015 (EU) einzufordern und deren fachliche Korrektheit zu validieren. On top erhalten unsere Kunden artikelspezifisch wichtige, durch uns extrahierte Gefahrstoff-/Gefahrgutattribute aus dem jeweiligen Sicherheitsdatenblatt.

Zuständige Behörden und Verbraucherschutz-Organisationen scharren Erwartungsgemäß mit den Hufen, um nach deren Ablauf im Idealfall genau Ihr Handelsunternehmen vor diesem Hintergrund unter die Lupe zu nehmen. Jedes falsche Sicherheitsdatenblatt/Etikett kann bei Bemängelung durch die Behörden oder Verbraucherschützer bis zu 50.000€ Bußgeld nach sich ziehen.

Vor diesem Hintergrund erreicht mich aus der Richtung des Handels in der letzten Zeit vor allem eine Frage: „Wie kann ich die Herausforderung mit meinem Unternehmen sicher meistern?“

Meine Antwort auf diese Frage lautet: Risiken erkennen, tätig werden und Compliance schaffen!

Hier erfahren Sie mehr über die 1WorldSync HazMat Compliance Lösung.

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